Cyberangriffe blockieren Krankenhäuser

Von der weltweiten Hackerattacke waren unter anderem britische Krankenhäuser betroffen. (Foto: wsf-f - Fotolia.com)

Von der Welle groß angelegter Cyberangriffe waren auch zahlreiche Krankenhäuser betroffen. Die Attacken hatten Unternehmen und Institutionen weltweit lahmgelegt. Vor allem britische Kliniken wurden zum Ziel der Hackerangriffe, Patienten mussten zum Teil an andere Krankenhäuser verwiesen werden.

Es war wohl die bislang größte internationale Hackerattacke. Am Freitag, den 12. Mai, wurden Hunderttausende Systeme lahmgelegt.  Die Polizeibehörde Europol geht derzeit von über 200.000 Opfern aus. Unternehmen und Institutionen in rund 150 Ländern sollen betroffen sein. Unter anderem auch zahlreiche Krankenhäuser in Großbritannien, wie bereits bekannt geworden ist. Auch dort wurden viele Computersysteme mit Hilfe so genannter Ransomware blockiert und die Nutzer zum Zahlen von Lösegeld aufgefordert. Im aktuellen Fall kam die Schadsoftware „WannaCry“ zum Einsatz.

Der britische National Health Service (NHS) bestätigt, dass zahlreiche Krankenhäuser in Großbritannien zu den Opfern der Cyberangriffe gehören. Bislang seien 16 Institutionen des NHS betroffen. Es gebe bislang aber keine Hinweise darauf, dass die Hacker auf Patientendaten zugegriffen hätten, heißt es. Es gibt jedoch offenbar Verzögerungen und Patienten mussten zum Teil an andere Krankenhäuser verwiesen werden.

Erfolgt war der Angriff vermutlich über eine Windows-Sicherheitslücke. Ein bislang unbekannter IT-Spezialist aus Großbritannien konnte die weitere Ausbreitung der Attacken aber offenbar schließen. Experten und Sicherheitsunternehmen mahnen allerdings bereits jetzt, dass schon bald weitere ähnliche Angriffe folgen könnten. Anwender sollten Windows-Sicherheitsupdates regelmäßig und zeitnah nach ihrer Veröffentlichung installieren. Auch vom Einsatz des veralteten Betriebssystems Windows XP wird noch einmal eindrücklich gewarnt.