Atemwegs-App als Medizinprodukt zertifiziert

Atemwegs-App „Kata“
Atemwegs-App „Kata“: „Studien beweisen, dass eine verbesserte Handhabung der Inhalationssysteme einen deutlich besseren Therapieerfolg ermöglicht“ (Foto: VisionHealth)

Die Gesundheits-App „Kata“ des Startups VisionHealth ist jetzt als Medizinprodukt CE-zertifiziert. Das Unternehmen sieht damit den Weg zur Aufnahme in die Regelversorgung in Deutschland geebnet.

Mit der europaweiten Zertifizierung zum Medizinprodukt ist dem Startup VisionHealth ein wichtiger Schritt zur Aufnahme in die Regelversorgung laut dem neuen „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) gelungen. Der Entwicklungsspezialist von digitalen Gesundheitslösungen bei Atemwegsindikationen sieht alleine in Deutschland die Möglichkeit einer verbesserten Therapie für schätzungsweise 8,9 Millionen respiratorische Patienten. Sabine Häußermann, CEO der Vision Health GmbH, betont: „Nun steht in Deutschland einer Zusammenarbeit mit Krankenkassen nichts mehr im Wege.“

Digitales Medizinprodukt statt Lifestyle-App

„Die Zertifizierung ist für uns ein klares Qualitätssiegel“, unterstreicht Häußermann. „Im rasant wachsenden Markt an Gesundheitsapps zählt Kata nun zu den weniger als einem Prozent, die zum Medizinprodukt zertifiziert sind.“ Damit will sich das Jungunternehmen VisionHealth mit Kata stark von Lifestyle Apps abgrenzen.

Einsparpotentiale für den Gesundheitsmarkt

Die Gesundheitskosten für Asthma und COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) beliefen sich im Jahr 2015 weltweit auf 250 Milliarden Dollar, Tendenz steigend. Davon werden jährlich allein 164 Milliarden Dollar für die Folgen fehlerhafter Anwendung von Inhalatoren ausgegeben. „Studien beweisen, dass eine verbesserte Handhabung der Inhalationssysteme einen deutlich besseren Therapieerfolg ermöglicht“, sagt VisionHealth-COO Philipp Kroneberg. Kroneberg ist fest davon überzeugt, dass durch die App von VisionHealth den Krankenkassen und dem gesamten Gesundheitssektor erhebliche finanzielle Vorteile entstehen werden.

VisionHealth ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz im Gründerzentrum „gate“ in Garching bei München. Experten aus Medizin und IT entwickeln dort in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen digitale Gesundheitslösungen.