Telemedizin-Projekte in Kenia und China ausgezeichnet

Farbiger Medizinter sitzt vor Notebook und telefoniert mit einem Smartphone
Medizinern in Kenia stehen jetzt deutlich bessere Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. (Foto: © lightwavemedia/fotolia.com)

Auf dem 6. Smart City Expo World Congress in Barcelona sind jetzt Projekte aus dem medizinischen Bereich nominiert und ausgezeichnet worden. Micro Clinic Technologies aus Kenia erhielt den „Innovative Global South Award“. Vorgeschlagen für einen Award wurde außerdem ein telemedizinisches Projekt in China.

Der Smart City Expo World Congress wird gemeinschaftlich mit dem Huawei Smart City Summit veranstaltet. Neben dem chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei wird der Kongress von Unternehmen wie Accenture, Honeywell, Hexagon und Veolia unterstützt. Auf der Veranstaltung werden der Öffentlichkeit Lösungen aus den Bereichen Smart Campus, Smart Grid, Bildung und Healthcare vorgestellt.

Telemedizin in Kenia

Micro Clinic Technologies hat mit Unterstützung von Huawei eine einfach zu bedienende, Videokonferenz- und Cloud-Plattform für die Bereitstellung von Gesundheitslösungen in Kenia entwickelt und aufgebaut. Krankenhäuser in der kenianischen Region Lamu können jetzt ein auf Glasfaser- und Mobilfunktechnologie basierendes Pay-per-Use-Modell nutzen, um Informationen auszutauschen. Dies soll dazu beitragen, in der kenianischen Region die medizinische Versorgung zu verbessern und eine Nachhaltigkeit der Gesundheitsdienste zu erreichen. Das Projekt umfasst 28 Gesundheitseinrichtungen und kommt rund 200.000 Menschen zugute. Den Einrichtungen des Gesundheitswesens in der Region stehen jetzt stabile Stromnetze und Internet-Verbindungen zur Verfügung. Die Lösung kann erweitert und repliziert werden. Das Projekt wurde mit dem „Innovative Global South Award“ ausgezeichnet.

Bessere Betreuung in China

Nominiert wurde auch eine telemedizinische Lösung in der chinesischen Provinz Henan. Die Provinz Henan ist eine der am stärksten bevölkerten Provinzen Chinas. Sie leidet unter einer ungleichen Verteilung medizinischer Ressourcen. Um das Problem zu lösen, implementierte das First Affiliated Hospital der Zhengzhou University (FAHZU) – das größte Krankenhaus in China – ein Telemedizin-Service-System. Es nutzt sowohl Ressourcen der FAHZU als auch anderer Krankenhäuser in der Region. Mit Hilfe des von Huawei zur Verfügung gestellten Telemedizin-Systems ist es jetzt möglich, das medizinische Spezialisten mittels Videokonferenz Patienteninformationen aus der Ferne erhalten und mit Patienten “face-to-face” kommunizieren können. An das System sind bereits jetzt mehr als 1.000 medizinische Einrichtungen in China und anderen Ländern angeschlossen. Jährlich erhalten rund 120.000 Patienten auf diese Weise telemedizinische Beratung, 400.000 Menschen werden jährlich gesundheitlich aufgeklärt.