Telekom-Smartwatch alarmiert Johanniter

Symbolgrafik Krankenwagen
Professionelle Hilfe: Wer den „Johanniter Call“ über die Sicherheitsuhr nutzt, erreicht die Hilfsorganisation jederzeit per Knopfdruck. (Grafik: nendrawahyu/123rf.com)

Wer eine von der Deutschen Telekom angebotene, sogenannte „Safety Watch“ nutzt, kann hierfür jetzt auch den Notrufservice „Johanniter Call“ in Anspruch nehmen. Telekom und Johanniter-Unfall-Hilfe kooperieren dabei.

Die Telekom vermarktet eine Smartwatch mit Sicherheits-Funktionen, die bei einem Sturz oder anderen, akuten Gesundheitsproblemen schnelle Hilfe alarmieren kann. Das Uhrenmodell „MT43AX“ des Herstellers TCL verfügt dazu über einen SOS-Knopf sowie eine automatische Sturzerkennung. 

Mit einem solchen Alarmknopf am Handgelenk kann die hilfesuchende Person per Knopfdruck selbst einen Notruf absetzen. Sollte sie dazu nicht in der Lage sein, übernimmt das die Uhr automatisch. Wen die Uhr im Notfall anrufen soll, entscheidet jeder selbst. Das können einerseits Privatpersonen wie etwa Angehörige in der Nähe sein. Mit dem Notrufservice „Johanniter Call“ steht aber ab sofort auch professionelle Hilfe zur Verfügung. Benötigt die gestürzte Person keine Hilfe, stoppt sie den Alarm innerhalb von einer Minute manuell per Fingertipp auf das Display. So sollen Fehlalarme vermieden werden.

Professionelle Erste Hilfe per Knopfdruck

Wer den „Johanniter Call“ über die Sicherheitsuhr nutzt, kann die Hilfsorganisation jederzeit per Knopfdruck erreichen. Das ist deutschlandweit rund um die Uhr möglich. Dafür wird die Nummer der Johanniter-Unfall-Hilfe als Notfallkontakt in der Uhr gespeichert. Erfolgt im Ernstfall ein Knopfdruck auf die SOS-Taste, stellt die Uhr den Sprechkontakt zu den Mitarbeitenden in der Hausnotrufzentrale der Johanniter her. Gleichzeitig erfasst die Uhr per GPS den Aufenthaltsort und sendet ihn ebenfalls an die Johanniter. 

Entsprechend der Situation alarmieren diese dann den Rettungsdienst vor Ort oder verständigen eine vorher benannte Kontaktperson. Zudem können Nutzende des Notrufservice Angaben zu ihren Vorerkrankungen bei den Johannitern hinterlegen. Damit liegen wichtige Gesundheitsinformationen direkt beim Eingang des Notrufs vor. Das kann wertvolle Zeit sparen. Die Mitarbeitenden können so die Einsatzkräfte sehr genau anweisen. 

Technik-Partnerschaft

 „Kombiniert man beide Angebote, ergibt sich ein Mehrwert, der im Notfall lebensrettend sein kann“, sagt Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Mit der Telekom haben wir einen starken Technik-Partner für unseren Notfallservice gefunden.“

Die „TCL Safety Watch MT43AX“ gibt es ausschließlich bei der Telekom. Sie kostet einmalig 149,95 Euro bei gleichzeitiger Buchung des Tarifs „Smart Connect S“ mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Das kostet 9,95 Euro monatlich. Wer den „Johanniter Call“ verwenden möchte, bucht den Notrufservice zusätzlich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Notrufservice kostet 10 Euro monatlich und ist mit einer Mindestlaufzeit von einem Monat buchbar.

Seit 36 Jahren bietet die Johanniter-Unfall-Hilfe ihren Hausnotrufdienst an. Im Jahr 1985 im niedersächsischen Berne als ehrenamtlicher Dienst gestartet, stehen heute mehr als 1.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter dieser bundesweiten Dienstleistung, die von aktuell 220.000 Menschen genutzt wird.

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