Studierende ermöglichen virtuelle Patientenbesuche

Patientin mit Tablet-PC im Krankenhausbett
Patientin mit Tablet-PC im Krankenhausbett: Abläufe nicht zusätzlich erschwert (Foto: Stockbroker/123rf.com)

In Zusammenarbeit mit den örtlichen Kreiskliniken haben Informatik-Studierende der Hochschule Reutlingen eine Lösung entwickelt, die sehr einfach einen virtuellen Patientenbesuch möglich macht.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Krankenhäuser einen Besuchstopp verhängen. Gleichzeitig ist aber der Kontakt zu Angehörigen und Freunden für jeden Patienten sehr wichtig. Ein Problem, für das jetzt Studierende des Studiengangs Human Centered Computing der Fakultät Informatik an der Hochschule Reutlingen eine Lösung entwickelt haben.

In Zusammenarbeit mit dem Kreiskliniken Reutlingen entwarfen Kora Helm und Michael Stadelmaier eine Plattform, die einen virtuellen Patientenbesuch möglich macht. Dabei werden die Termine für den Videobesuch auf einer Webseite gebucht. Den Link zur virtuellen Kontaktaufnahme bekommen die Angehörigen nach der Buchung eines Termins per E-Mail zugeschickt. Für die Teilnahme von zu Hause aus wird ein Tablet, Notebook, PC oder Smartphone sowie ein gängiger Browser oder die Zoom-App benötigt. Eine spezielle Software muss nicht installiert werden.

Vorkonfigurierter Mobilrechner

Im Krankenzimmer kommt ein Tablet-PC zum Einsatz, das entsprechend vorbereitet ist und so auch für die Pflegenden und den kranken Patienten einfach zu bedienen ist. So werden die Abläufe im Klinikalltag nicht zusätzlich erschwert.

Im Rahmen einer Aktionswoche testeten die Studierenden ihr System an den Reutlinger Kliniken. Angehörige konnten die Patienten via Tablet und unterstützt von Studierenden im Krankenhaus virtuell besuchen. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt unsere fachlichen Skills für einen guten Zweck einbringen können“, freuen sich Kora Helm und Michael Stadelmaier. Die Kreiskliniken unterstützten die Studierenden gerne.