Projekt zu Patientensicherheit startet 2017

Tablet-PC mit medizinischen Aufzeichnungen
Patientenübergreifende Analyse von Routinedaten: „Patient Safety Intelligence System“ soll kommen. (Foto: © adam121/fotolia.com)

Kann die Patientensicherheit im Klinikbetrieb verbessert werden, wenn ein System zur Auswertung klinischer Routinedaten vorhanden ist? Dieser Fragestellung gehen der Bremer Softwarespezialist Atacama und die Tiroler Universität UMIT ab Februar 2017 gemeinsam nach.

Der Bremer Softwarehersteller für Pflegeinformationssysteme Atacama Software und die Tiroler UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik kooperieren künftig im Bereich der patientenübergreifenden Analyse von Routinedaten. Geplant ist zunächst eine Zusammenarbeit im Projekt „Patient Safety Intelligence System“ (PATIS), das im Februar 2017 startet.

Strategische Datenauswertung

Gegenstand des Projektes ist eine patientenübergreifende Analyse von verfügbaren klinischen Routinedaten, um ein intelligentes System zu erstellen, das die Patientensicherheit erhöht. Im Rahmen des Projektes sollen Konzepte und Methoden entwickelt und getestet werden, wie durch die strategische Auswertung vorhandener Daten potentielle Patientengefährdungen frühzeitig erkannt werden können.

Durch ihren breiten Kundenstamm aus dem Kliniksegment verfügt die Atacama Software über Zugang zu Daten(-banken) mit umfangreichen strukturierten Pflegedaten, die im Routinebetrieb auf Basis der wissenschaftlich entwickelten Pflegeklassifikation Apenio erhoben wurden und nun anonymisiert in die Konzepterstellung und Testläufe einfließen können. Zudem ist eine weitere, direkte Beteiligung der Anwender oder anderer Krankenhäuser möglich. Neben Atacama Software sind die Tirol Kliniken GmbH sowie die Universitätsklinik Innsbruck weitere Partner der UMIT für dieses Projekt. Gefördert wird es von Österreichs zentraler Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung, dem FWF Fonds.