Mobile Ultraschalldiagnostik für die Truppe

Die Bundeswehr setzt zukünftig die mobile appbasierte Ultraschall-Lösung von Philips ein. (Foto: Philips)

Ärzte und Sanitäter der Bundeswehr können zukünftig auf die erste mobile appbasierte Ultraschall-Lösung von Philips  zurückgreifen. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, hat sich die Bundeswehr für die Anschaffung von insgesamt 142 Ultraschall-Lösungen mit jeweils drei Lumify-Sonden entschieden. Die Geräte werden Teil der Notfall- und Rettungsausrüstung. Lumify soll ultraschallgestützte Diagnosen direkt am Einsatzort ermöglichen, damit eine zielgerichtete Behandlung schnell eingeleitet werden kann.

Die gesamte Lumify-Hardware befindet sich im Inneren der USB-Ultraschall-Sonde. Die Sonden wiegen zwischen 96 bis 136 Gramm und sind sehr kompakt, so dass Ärzte sie in jeder Tasche transportieren können. Betrieben wird Lumify über eine App auf kompatiblen Android-Smartphones oder -Tablets. Das Portfolio umfasst die Linearsonde L12-4, die Konvexsonde C5-2 und die Sektorsonde S4-1. Mit ihnen lassen sich alle wesentlichen Ultraschalluntersuchungen inklusive FAST-Sonographie durchführen.

Systemlösung für Notfallversorgung unter besonderen Bedingungen

„Für die besonderen Anforderungen der Bundeswehr haben wir eine maßgeschneiderte Lösung zusammengestellt, die über die reine Gerätelieferung deutlich hinausgeht“, sagt Bastian Werminghoff, Director Business Group Ultraschall Philips DACH. So werden die mobilen Ultraschall-Systeme in speziellen Transportboxen oder alternativ Transportrucksäcken geliefert. Neben den USB-Sonden enthalten sie auch extra stoß- und wasserfeste Tablets sowie alle notwendigen Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise Ultraschallgel. Um eine maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten, lässt sich der Akku des Tablets während des Betriebs austauschen. Das USB-Kabel ist abnehmbar und kann separat von der Sonde ersetzt werden.

Digitale Hilfestellung für die Notfallversorgung im Einsatz

Zusätzlich zur Hardware enthält die Ausrüstung auch digitale medizinische Informationen und Hilfsmittel. Auf dem speziell gesicherten Tablet sind neben der Lumify-App Medikamenteninformationen, Ultraschall-Leitlinien sowie Tutorials zur Verwendung des Systems installiert. „Hier haben wir ein Paket geschnürt, das die digitalen Möglichkeiten konsequent ausnutzt, um die Anwender optimal zu unterstützen“, erklärt Bastian Werminghoff.

Potential für die zivile Notfallmedizin

In der zivilen Notfallmedizin soll der mobile Ultraschall ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung des präklinischen Leistungsspektrums bieten, von der Ärzte und Patienten gleichermaßen profitieren. Mit Lumify können Notfallmediziner direkt am Einsatzort – zum Beispiel auf der Straße oder beim Patienten zu Hause – diagnostische Entscheidungen treffen und die Weichen für eine schnelle, bedarfsorientierte Versorgung stellen. In Krankenhäusern, ärztlichen Praxen und bei Hausbesuchen kann Lumify dazu beitragen, Diagnosen am Point of Care zu untermauern und den Patienten Transporte zu ersparen.