ConhIT: DGN und medisign zeigen TI-Komponenten

Auf der conhIT werden Komponenten für die Telematikinfrastruktur gezeigt. (Foto: medisign GmbH)

Der IT-Dienstleister Deutsches Gesundheitsnetz (DGN) und der Signaturkarten-Anbieter medisign wollen auf der conhIT (17. Bis 19. April 2018) in Berlin gemeinsam ihre Lösungen für die Telematikinfrastruktur (TI) zeigen.

Das DGN will in Kürze Ausstattungskomponenten für die Anbindung von Praxen an die TI anbieten. TI-Starterpaket umfasst den DGN TI Konnektor, ein Servicepaket inklusive VPN-Zugangsdienst und Konnektorwartung. Dazu gehören außerdem entweder das stationäre Kartenterminal Ingenico ORGA 6141 online oder den Tastaturkartenleser CHERRY G87-1505 sowie optional das mobile Kartenterminal Ingenico ORGA 930 M online. „Beim Konnektor und VPN-Zugangsdienst haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit der Secunet AG und arvato Bertelsmann entschieden“, sagt DGN-Geschäftsführer Armin Flender. Ebenso wie der Tastaturkartenleser von CHERRY durchlaufen diese Komponenten zurzeit den Zulassungsprozess der gematik.

Praxen können das DGN TI Starterpaket künftig über den Anbieter ihres Praxisverwaltungssystems beziehen. „Das System muss in der Lage sein, mit unserem Konnektor und Kartenterminal zu kommunizieren und deren Schnittstellen anzusprechen“, soFlender. “Deshalb werde das Paket nur in Kooperation mit PVS-Herstellern und Partnern angeboten. Hierzu zählen zum Beispiel die Unternehmen der FREY-Gruppe – also die FREY ADV GmbH (QUINCY), S3 Praxiscomputer GmbH (S3-Win) und InterData Praxiscomputer GmbH (InterARZT) – sowie die T2med GmbH & CO. KG (T2med) und die INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH (MEDICAL OFFICE). Weitere Partner sollen folgen.

Praxisausweis von medisign

Für die Inbetriebnahme des DGN TI Starterpakets ist elektronische Praxisausweis (SMC-B) zwingend erforderlich. Er wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen herausgegeben. Praxen beantragen ihn bei zugelassenen Anbietern, zu denen in Kürze auch medisign zählen soll. “Nur mit dem Praxisausweis kann sich eine Praxis an der TI authentifizieren und der Konnektor eine Online-Verbindung zur TI herstellen”, sagt medisign-Geschäftsführer Peter Schlögell. Das Praxispersonal kann mit dem Praxisausweis zudem die Patientendaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auslesen und auf Anwendungen wie das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) zugreifen. „Der medisign Praxisausweis lässt sich nicht nur mit dem DGN TI Starterpaket, sondern hersteller- und anbieterunabhängig in der TI einsetzen“, erläutert Schlögell. Die Kosten werden durch die Betriebskostenpauschale komplett abgedeckt, die bei bei Ärzten 23,25 Euro pro Quartal beträgt. „Als bislang einziger Anbieter ermöglichen wir eine quartalsweise Abrechnung, so dass Praxen nicht in Vorleistung gehen müssen“, so Schlögell.

Darüber hinaus will medisign auf der Messe auch den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) vorstellen. Für den Zugang zur TI ist er nicht verpflichtend. Er wird jedoch künftig für die medizinischen Anwendungen der TI benötigt. Denn der eHBA ermöglicht die qualifizierte elektronische Signatur, also die rechtsgültige digitale Unterschrift. Herausgeber des eHBA sind die Landesärztekammern. Produziert wird er derzeit ausschließlich von medisign als derzeit einzigem zugelassenen Anbieter.

Weiterer Mitaussteller am Stand C-103 in der Halle 2.2 ist das auf Informationssicherheit und Datenschutz spezialisierte Unternehmen procilon IT-Solutions GmbH.