AOK unterstützt KI-Einsatz im Gesundheitsbereich

Roboterarm gibt einem Menschen die Hand
KI-Einsatz in der Gesundheitsversorgung: „Neue Möglichkeiten für Patienten und Leistungserbringer“ (Foto: © denisismagilov/fotolia.com)

Der Einsatz von Künstliche Intelligenz (KI) wird nach Einschätzung von Experten die Gesundheitsversorgung wesentlich verändern. Bei der Entwicklung einer nationalen KI-Strategie bringt auch die AOK Nordost ihre Expertise mit ein.

Die Arbeitsgruppe „Gesundheit, Medizintechnik und Pflege“ der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Plattform „Lernende Systeme – Die Plattform für künstliche Intelligenz“ erarbeitet auf Basis der Eckpunkte der Bundesregierung konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung der Strategie „Künstliche Intelligenz im Bereich der Gesundheitsversorgung“. Die Eckpunkte der Bundesregierung sehen vor, dass die Nutzung Künstlicher Intelligenz „verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft“ vorangebracht werden soll. Zudem sollen „neue Wertschöpfungspotenziale“ erschlossen werden.

Seit Juni 2018 ständiges Mitglied der Gesundheits-Arbeitsgruppe ist KI-Forscher Professor Dr.-Ing. Thomas P. Zahn. Er leitet bei der AOK Nordost das Gesundheitswissenschaftliche Institut Nordost (GeWINO) mit Sitz in Berlin. Nach Einschätzung des Experten wird der Einsatz lernender Verfahren die Gesundheitsversorgung der Zukunft wesentlich verändern und ganz neue Möglichkeiten für Patienten und Leistungserbringer erschließen.

Ziel der AOK Nordost ist es, künftige Möglichkeiten von KI für ihre Versicherten sicher nutzbar zu machen. Die in den drei Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aktive Krankenkasse unterstützt und fördert deshalb konkrete Projekte für die Entwicklung und Erprobung lernender Verfahren in der Gesundheitsversorgung.

Kooperationen mit KI-Startups

Mit Berliner Startups wie Casenio arbeitet die AOK Nordost an intelligenten Systemen für alterssichere Wohnungen und testet deren Akzeptanz mit der Initiative Leben und Wohnen im Alter (IlWiA) bei AOK-Versicherten in der Greifswalder Südstadt. Zusammen mit Ada Health werden AOK-Versicherte und Ärzte der Region zu Akzeptanz und Nutzungsverhalten der Diagnostik-App Ada befragt. Weitere Kooperationen mit dem Berliner Gesundheitsunternehmen sind geplant.

Das GeWINO hat sich mit dem neuen Schwerpunkt „Lernende Verfahren in der Versorgungspraxis“ ein Ziel gesteckt, das insbesondere dem ländlich geprägten Raum in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zugute kommen soll. Die Voraussetzungen dafür sind günstig. „Die teilweise prekäre Versorgungslage in den ländlichen Regionen im Nordosten, aber auch die im Großraum Berlin angesiedelten hochkarätigen Forschungseinrichtungen und innovativen Startups bilden dafür eine ideale Ausgangssituation“, erläutert Professor Zahn und betont: „Entscheidend für uns ist jedoch immer die individuelle Akzeptanz und Nutzenwahrnehmung durch die Anwender, die wir bei unseren Versicherten und Leistungspartnern erforschen“.

Gemeinsame Projekte mit KI-Forschern

Die AOK Nordost arbeitet zudem seit Beginn dieses Jahres noch enger mit deutschen Forschungseinrichtungen wie etwa dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) sowie dem Einstein-Zentrum für Digitale Zukunft zusammen. Die AOK Nordost kooperiert zudem als einzige deutsche Krankenkasse mit KI-Experten in den EU-geförderten KI-Projekten zu Schlaganfallversorgung (PRECISE4Q) und Niereninsuffizienz (bigmedilytics).