Sicherheitszertifikat für Smart Home-Geräte

Modernes Eigenheim gesteuert mit Smart Home Technologie auf Tablet
Haus gesteuert mit Smart Home Technologie: Künftig einheitliches Sicherheitszertifikat der EU (Foto: © Robert Kneschke/fotolia.com)

Das erste EU-weite Sicherheitszertifikat im Bereich der Cybersecurity wird es für vernetzte Haushaltsgeräte geben. Hersteller müssen für das Zertifikat detaillierte Informationen zur IT-Sicherheit ihrer Produkte angeben und außerdem ausweisen, wie lange sie Sicherheits-Updates bereitstellen.

Vernetzte Haushaltsgeräte und Dienste sollen durch einheitliche europäische Standards sicherer werden. Ziel des ersten, EU-weit gültigen Sicherheitszertifikats ist es, Verbraucher besser darüber zu informieren, wie sicher Produkte im Internet der Dinge sind. Für Unternehmen bedeutet das neue Zertifikat, dass sie nicht mehr wie bisher für mehrere, ähnliche Tests in verschiedenen Ländern zahlen müssen. Für das Zertifikat wird die EU-Agentur für Cybersicherheit zuständig sein.

Keine Hersteller-Verpflichtung

Die Zertifizierung bleibt jedoch freiwillig. Auch künftig können Billiganbieter in der EU Smart Home-Produkte ohne einen solchen Sicherheitsnachweis vermarkten. Ob die Zertifizierung zumindest in bestimmten Bereichen verpflichtend werden soll, wird die EU-Kommission noch prüfen. Die Einigung auf das EU-weite Zertifikat muss noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden. Danach wird es wenige Wochen später in Kraft treten.

Immerhin können mithilfe des neuen Nachweises die Verbraucher künftig vermehrt – oder sogar ausschließlich – solche Produkte kaufen, die das Sicherheitszertifikat besitzen. So könnte sich das EU-Zertifikat für Smart Home-Produkte als quasi-Standard langfristig durchsetzen.