Modernes Data Management für medizinisches Zentrum

Das Leiden University Medical Center (LUMC). (Foto: LUMC)

Bei der Bereitstellung innovativer Gesundheitslösungen und der Versorgung der Patienten sind für das Leiden University Medical Center (LUMC) die IT und hierbei insbesondere das Data Management entscheidend.

Im Gesundheitswesen sollen technologische Innovationen zur Qualität und Erschwinglichkeit der Versorgung beitraten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Patientenversorgung. Am LUMC reicht der Schwerpunkt der Innovationen von neuen Überwachungs- und Kommunikationslösungen für Patienten zu Hause bis hin zum Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung bei der Diagnose und zur Vorhersage von Krankheitsverläufen. Weitere wichtige Schwerpunkte sind die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Partnern im Gesundheitswesen sowie der effiziente und sichere Datenaustausch.

Maßgeschneiderte Betreuung

„Die IT spielt in vielen dieser Innovationsbereiche eine zentrale Rolle“, erklärt Remon Hollebeek, Head of Infrastructure Services, LUMC. „Eines der Projekte, an das wir hohe Erwartungen knüpfen, ist die ‚Box‘. Dabei handelt es sich um ein kompaktes und umfassendes Gerät, das wichtige Hilfsmittel für die Heimdiagnose enthält, wie z. B. ein Herzfrequenzmessgerät, ein Thermometer und ein Sauerstoffmessgerät. Mit der Box und der dazugehörigen Care App lässt sich der Gesundheitszustand von Patienten zu Hause überwachen. Die Daten werden automatisch an das Krankenhaus gesendet und zusammengeführt. Dies ermöglicht eine höhere Messfrequenz und bedeutet, dass die Patienten zu Hause kontinuierlich von medizinischem Fachpersonal überwacht werden können. Dies bedeutet auch, dass die Patienten seltener zu Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus müssen und dass die Gesundheitsdienstleister bei Bedarf früher Maßnahmen ergreifen können, beispielsweise um die Medikation anzupassen oder den Patienten zu einer Untersuchung oder einem Scan einzuladen.“

Eine weitere Initiative ist der Übergang von persönlichen zu Web-basierten Konsultationen. Im Jahr 2020 musste das LUMC auch wegen COVID-19 die Zahl der webbasierten Konsultationen von hundert auf Tausende von Sitzungen pro Tag erhöhen.

Eine Folge der digitalen Innovationen ist ein massiver Anstieg der erzeugten Datenmenge. Um einen klaren Überblick über all diese Daten zu behalten, werden am LUMC entsprechende Anstrengungen unternommen. Ziel ist es, effektive Dashboards zu entwickeln, die relevante Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und die Ergebnisse nahezu in Echtzeit anzeigen, so dass die Leistungserbringer schnell auf veränderte Situationen reagieren können.

Künstliche Intelligenz

Eines der eindrucksvollsten Beispiele für Technologie in Verbindung mit digitaler Innovation ist die künstliche Intelligenz (KI). Daten werden von den zahlreichen Überwachungssystemen, Scan- und Bildgebungsgeräten, Patientengesprächen und vielem mehr erzeugt. All diese unterschiedlichen Daten führen schnell zu einer Fülle von Informationen, die es schwierig machen, Zusammenhänge oder Muster zu erkennen. Hollebeek erklärt: „Hinzu kommt, dass potenziell relevante Daten bereits für viele Patienten über Dutzende von Jahren hinweg gesammelt wurden. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz können wir all diese verschiedenen Arten von Daten miteinander verknüpfen und so beispielsweise neue Erkenntnisse über den Verlauf einer Krankheit gewinnen. Noch interessanter wird es, wenn Ärzte und Forscher Daten und KI-Modelle nutzen können, um Vorhersagen zu treffen, etwa über die Wirksamkeit eines Medikaments oder einer Behandlung.“

Um den besten Weg für den Einsatz von KI zu finden, hat das LUMC das CAIRELab eingerichtet. Dabei handelt es sich um ein Wissens- und Kompetenzzentrum für KI im Gesundheitswesen, das alle relevanten KI-Fachkenntnisse zusammenführt. „Der Einsatz von KI umfasst viel mehr Aspekte als nur die Technologie. Es gibt noch viele Fragen und Herausforderungen in Bezug auf Themen wie Ethik, rechtliche Aspekte etc. Im CAIRELab suchen wir nach Lösungen für diese Herausforderungen und tauschen viel Wissen aus, damit die verschiedenen Pflegebereiche von der Expertise der anderen profitieren können“, so Hollebeek weiter. „Damit die richtigen Algorithmen ihre Arbeit effizient erledigen können, benötigen sie direkten Zugriff auf große Datensätze, was bestimmte Anforderungen an die Speicherumgebung stellt. Pure Storage erfüllt diese Anforderungen und liefert die erforderliche Performance.“

Drei-Jahres-Zyklus für die Speichererneuerung hat ein Ende

Natürlich erhöhen all diese Initiativen die Arbeitsbelastung für die IT-Abteilung. Die Daten müssen stets verfügbar, nachweislich korrekt und leicht zugänglich sein, um die Anforderungen der Gesundheits- und Forschungsteams zu erfüllen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass immer die neuesten Daten für die Analyse zur Verfügung stehen, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können.

Um diesem kontinuierlichen Wachstum und der steigenden Nachfrage nach Daten gerecht zu werden, musste das LUMC alle drei Jahre überprüfen, ob seine bestehende Speicherumgebung den wachsenden Anforderungen noch gerecht werden konnte. „In der Praxis bedeutete dies, dass wir unser Speichersystem alle drei Jahre komplett austauschen mussten. Unser Ziel war es, immer die allerneuesten Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik zu implementieren. Dies waren Lösungen, die auf bewährter Technologie basieren und ein sehr hohes Maß an Verfügbarkeit aufweisen. Im Jahr 2019 war es Zeit für einen weiteren Austauschzyklus. Nach einer umfassenden Evaluierung haben wir uns für Pure Storage FlashArray entschieden“, sagt Hollebeek. „Pure bot uns eine Reihe von Vorteilen. Aus technischer Sicht handelt es sich um eine hervorragende Lösung, die dennoch sehr einfach zu verwalten ist. Dies ist für uns sehr wichtig, da es auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt schwierig ist, qualifizierte IT-Spezialisten zu finden. Außerdem möchte man, dass sich die Mitarbeiter so weit wie möglich auf die Innovation konzentrieren und nicht auf die Verwaltung der technischen Infrastruktur.“

Ein weiterer Vorteil ist das Evergreen Storage-Abonnementmodell von Pure. Damit ist gewährleistet, dass das System alle drei Jahre die neueste Hardware erhält, ohne dass Daten migriert werden müssen oder die Benutzer Unannehmlichkeiten haben. „Evergreen macht uns das Leben leichter. Wir erhalten Zugang zu den neuesten Speicherinnovationen, ohne eine kostspielige und risikoreiche Migration durchführen zu müssen. Die erste Auffrischung der Evergreen-Hardware ist für 2022 geplant, wir sind also gespannt, was dann passiert“, erklärt Hollebeek.

Zusätzlicher Wert

Der Remote-Support von Pure Storage und die Echtzeit-Einblicke bieten LUMC ebenfalls einen Mehrwert. „Pure überwacht den Status unseres Speichersystems aus der Ferne und benachrichtigt uns sofort, wenn Pure etwas Ungewöhnliches feststellt. Das bedeutet, dass wir nicht ständig alles selbst überwachen müssen, aber wir haben die Gewissheit, dass alles läuft“, so Hollebeek. Darüber hinaus ist das Pure Storage-System wesentlich schneller als die vorherige Speicherumgebung. „Wir müssen die Datenbanken unserer elektronischen Patientendatenbank (EPD) regelmäßig klonen und wiederherstellen. Früher hat das Tage gedauert, jetzt ist es in wenigen Minuten erledigt“, erklärt er. „Das hat zur Folge, dass die Analysen immer auf den neuesten Daten basieren und wir schneller auf Änderungen reagieren können.“

Das LUMC hat einen Sechsjahresvertrag mit Pure abgeschlossen. „Das Pure-System bietet uns, was wir brauchen, die Performance ist gut, und Evergreen hat unseren dreijährigen Austauschzyklus beendet.“ Das helfe dabei, die Innovationsziele des LUMC zu erreichen.

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