Leipziger Medizin-Startup gewinnt Bitkom-Gründerwettbewerb

Präsentation des "OvulaRing" auf der Fachmesse Medica in Düsseldorf. Foto: WT | Wearable Technologies

Die drei Start-ups Figo, GreenCitySolutions und VivoSensMedical sind die Gewinner des Bitkom-Gründerwettbewerbs „Innovators‘ Pitch 2015“. Erstmals berücksichtigte der Gründerwettbewerb das Health-Segment.

Der im Dezember 2015 zum zehnten Mal vergebene Preis berücksichtigte in diesem Jahr erstmals die besten Geschäftsmodelle und Technologien in den besonders dynamisch wachsenden Segmenten FinTech, Health und Internet of Things (IoT). Die Preisverleihung fand im Rahmen der ‚hub conference‘ in Berlin statt, die der Digitalverband Bitkom jährlich ausrichtet.

Mobiler Eisprungrechner

In der Kategorie Health hat VivoSensMedical aus Leipzig die Jury überzeugen können. VivoSensMedical hat mit „OvulaRing“ den ersten mobilen Eisprungrechner entwickelt, der den Zyklus permanent und automatisch misst und die individuelle Fruchtbarkeit jeder Frau in einem Cyclofertilogramm (CFG) erfasst. Der neuartige medizinische Algorithmus soll den Eisprung zu 99 Prozent erkennen.

Die Kategorie Internet of Things entschied GreenCitySolutions aus Dresden für sich. GreenCitySolutions adressiert das globale Problem der Luftverschmutzung durch die Kombination einer speziell gezüchteten Moos-Kultur mit selbstentwickelter IoT-Technologie, um diese optimal zu versorgen. Der CityTree soll die Luft 250 mal besser filtern als jede andere rein biologische Lösung und bietet zugleich Raum für analoge und digitale Außenwerbung.

In der Kategorie FinTech konnte sich Figo aus Hamburg durchsetzen. Figo will Bankdaten aus den Silos der Banken befreien und sie übergreifend nutzbar machen. Der Banking Service Provider will so unter anderem für FinTechs eine Brücke ins traditionelle Banking schlagen und zugleich den Banken den Zugang zu Innovationen ermöglichen.

Die Gewinner erhalten neben einem Preisgeld von 5.000 Euro eine kostenfreie Get-Started-Mitgliedschaft im Bitkom, eine Einladung zum Pitch beim High-Tech-Gründerfonds sowie einen zweimonatigen Zugang zum exklusiven Programm von hub:raum, dem Inkubator der Deutschen Telekom.