Hörgerät verbindet sich mit Internet of Things

Frau mit Smartphone und Hörgerät in Straßenbahn
Das Hörgerät „Opn“ ahmt nach, wie das Gehirn in Situationen mit vielen Sprechern in einer lauten Umgebung umgeht. (Foto: © 2016 Oticon)

Ein neuartiges Hörgerät des dänischen Unternehmens Oticon bietet eine direkte Konnektivität über das Internet of Things. Durch die neueste Hörgeräte-Generation „Oticon Opn“ erhalten Menschen mit Hörminderung die natürliche Fähigkeit des selektiven Hörens zurück. „Opn“ ahmt nach, wie das Gehirn in Situationen mit vielen Sprechern in einer lauten Umgebung umgeht. Zudem bietet es  über die Plattform www.ifttt.com eine direkte Internet of Things-Konnektivität. Neuartige Nutzungsmöglichkeiten sind realisierbar: Neben der Verbindung mit der Türklingel, dem Fernseher und dem Smartphone ist unter anderem auch eine Kopplung mit dem digitalen Terminplaner machbar. Per sanftem, akustischen Signal kann so beispielsweise an die Einnahme von Medikamenten erinnert werden.

Drahtloses Musikvergnügen

Auch für passionierte Musikliebhaber ändert sich der bisherige Alltag deutlich zum Besseren: Durch die TwinLink-Technologie – eine Kombination aus NFMI (Near Field Magnetic Induction) fürs binaurale Hören und 2,4 GHz-Funktechnologie für die Verbindung mit externen Geräten – klappt die Übertragung von Songs und Podcasts auf das Hörgerät reibungslos. Einfach mit dem Smartphone verbinden und fertig. Die Lautstärke ist über die kostenfreie App „Oticon ON“ regelbar. Besonderer Clou: Neben der Anzeige des Batteriestatus lässt sich über die Smartphone-Anwendung auch das verlorene Hörgerät wieder auffinden.

50 Mal schneller

Laut Oticon-Produktmanagerin Dr. Birgitta Gabriel ist der von Oticon entwickelte und im Hörgerät verbaute Chip „Velox“ 50 Mal schneller als der Vorgänger. Velox scannt, analysiert und verarbeitet Klänge in der Umgebung 500 Mal pro Sekunde und stellt dem Träger von „Opn“ laut Hersteller die gesamte Klanglandschaft zur Verfügung. „Oticon Opn“ ermöglicht es Hörsysteme-Trägern, sozial aktiv zu bleiben, deutlich weniger Höranstrengung leisten zu müssen und sich mehr merken zu können. Die neuen Hörsysteme sind in der diskreten Ex-Hörer Mini Bauform verfügbar. Oticon-Hörgeräte sind ausschließlich über Hörgeräteakustiker erhältlich.

Info
Das dänische Unternehmen Oticon entwickelt seit 112 Jahren Hörsysteme für Erwachsene und Kinder. Der Hörgerätehersteller verfügt in Eriksholm bei Kopenhagen über ein eigenes Forschungszentrum.