Ascom übernimmt Medizinsoftware-Spezialisten

Der Schweizer Hersteller Ascom übernimmt UMS aus Italien. (Foto: Ascom)

Ascom hat das italienische Softwareunternehmen United Medical Software (UMS) erworben. UMS ist Hersteller von Integrationslösungen für medizinische Geräte und von Software für digitale Patientenakten.

Durch die Akquisition von UMS will der Hersteller Ascom Zugang zu neuer Software und zusätzlichen Kompetenzen für Workflow-Lösungen im Bereich Healthcare-ICT gewinnen. Außerdem kann Ascom die eigene Marktposition in Italien aufgrund der installierten Basis von UMS ausbauen.

UMS s.r.l. ist ein in der Region Florenz gelegenes Medizinsoftwareunternehmen in Privatbesitz, das 2015 voraussichtlich einen Jahresumsatz von drei bis vier Millionen Euro erwirtschaften wird. Das Unternehmen bietet modulare Softwarelösungen für digitale Patientenakten für die patientennahe Betreuung mit lebensbedrohlichen Erkrankungen an. UMS-Lösungen übermitteln lebenswichtige Daten und Ergebnisse und unterstützen damit die Ärzte bei der Behandlung von Patienten. Gleichzeitig schließen die angebotenen Lösungen die Lücken in der digitalen Technologie für digitale Patientenakten.

UMS bietet über 200 Integrationslösungen für medizinische Geräte und 1.000 unterschiedliche EMR-Formulare und Integrationsmöglichkeiten an. Zu den Kunden von UMS zählen Universitäten, spezialisierte Privatkliniken sowie staatliche Einrichtungen im Gesundheitswesen. UMS bietet Produkte an, die sich für den internationalen Vertrieb sowie für Installationen in Europa eignen. Das Unternehmen stellt CE-gekennzeichnete Medizingerätesoftware her und ist Partner/Lieferant großer Unternehmen im Medizingerätesektor.

Ascom unterzeichnete einen Vertrag über den Erwerb aller Aktien der UMS s.r.l. Die Transaktion wird voraussichtlich Mitte Januar 2016 vollzogen. Alle 27 Mitarbeiter werden an ihrem bestehenden Standort übernommen. Der Kaufpreis bewegt sich im mittleren einstelligen Millionenbereich in Schweizer Franken. Zusätzlich leistet Ascom ein Earn-out Payment im niedrigen einstelligen Millionenbereich in Schweizer Franken, das von der Erreichung der vereinbarten Umsatzziele abhängt.

Gabriele Unterberger, Gründerin und Geschäftsführerin von UMS, soll das Unternehmen, das in „Ascom UMS s.r.l.“ umbenannt wird, als Managing Director weiterführen.