Studie: Praxispersonal wichtiger als Internet

Praxisteam einer Zahnarztpraxis
Praxisteam einer Zahnarztpraxis: Faktor Internet hat an Bedeutung eingebüßt (Foto: © Robert Kneschke - fotolia.com)

Was trägt zur positiven Wahrnehmung einer Arztpraxis bei? Einer aktuellen Untersuchung zufolge ist für 65,5 Prozent der befragten Ärzte das Praxispersonal der wichtigste Erfolgsfaktor. Die Präsenz im Internet folgt erstmals seit zehn Jahren erst an zweiter Stelle.

Ein Jahrzehnt lang dominierte das Internet die Rangliste der wichtigsten Einflüsse für das Marketing von Arztpraxen. Nun aber hat das Praxispersonals den Faktor Internet von der Spitze verdrängt: Wie die kürzlich veröffentlichte Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ der Stiftung Gesundheit zeigt, ist nach Ansicht einer knappen Zwei-Drittel-Mehrheit der Mediziner das Praxisteam am bedeutendsten.

Digitalisierung an zweiter Stelle

Die Internet-Präsenz, zu der etwa die eigene Praxis-Homepage sowie die Auffindbarkeit in Internet-Verzeichnissen zählen, hatte im Jahr 2013 mit 83,6 Prozent ihren Höchststand erreicht. Danach verlor sie jedoch an Bedeutung und fiel in der Vorjahresstudie mit 60,4 Prozent auf ihren bislang tiefsten Stand. In der aktuellen Befragung erreichte der Faktor Internet zwar 64,8 Prozent, büßte aber dennoch seine Position als Spitzenreiter ein. Auf Rang drei der wichtigsten Marketing-Maßnahmen liegt mit 40,0 Prozent das äußere Erscheinungsbild der Praxis.

Portraitfoto von Stefanie Woerns, Vorstand der Stiftung Gesundheit
Stefanie Woerns ist Vorstand der Stiftung Gesundheit und Co-Autorin der Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit” (Foto: Stiftung Gesundheit)

„Die Bedeutung eines aufmerksamen, zugewandten und fachlich kompetenten Personals ist derzeit aus Sicht der Ärzte bedeutsamer als die Präsenz in digitalen Medien“, fasst Stefanie Woerns, Vorstand der Stiftung Gesundheit und Co-Autorin der Studie, die Ergebnisse zusammen. „Ärzte sollten daher die konventionellen Instrumente des Austauschs mit ihren Patienten nicht vernachlässigen – trotz der zunehmenden Digitalisierung.“