Knappschaft und Barmer kooperieren bei eBI

Die Krankenkassen Knappschaft und Barmer vereinbaren Kooperation (Foto: peshkova - Fotolia.com).

Die Krankenkassen Knappschaft und Barmer wollen jetzt gemeinsam neue Versorgungsmodelle erproben. Dazu wird die von der Knappschaft entwickelte elektronische Behandlungsinformation (eBI) bald auch Versicherten der Barmer GEK zur Verfügung stehen.

eBI liefert wichtige Informationen zur Behandlungshistorie von Patienten wie Arzneimittel, Erkrankungen, Angaben zu Krankenhausaufenthalten sowie behandelnden niedergelassenen Ärzten. Bei einem Krankenhausaufenthalt sollen die am Projekt beteiligten Krankenhäuser die Daten mit Einverständnis des Patienten einsehen und so zum Beispiel mögliche Nebenwirkungen verschiedener Medikamente erkennen können. „Die Zusammenarbeit der Knappschaft mit der Barmer GEK ist ein wichtiges Signal für Patientinnen und Patienten und für Behandler. Bisher waren unterschiedliche technische Lösungen unterschiedlicher Kassen ein Schreckgespenst für Ärzte und Krankenhäuser. Die Kooperation mit der Barmer GEK zeigt nun, dass erfolgreiche Projekte Verbreitung finden können“, sagt die Geschäftsführerin der Knappschaft, Bettina am Orde.

Auch Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, betont den über verschiedene Sektoren der medizinischen Versorgung reichenden Nutzen der Zusammenarbeit: „Mit der elektronischen Behandlungsinformation können Informationslücken zwischen der ambulanten Versorgung und der Behandlung im Krankenhaus geschlossen werden.“ Möglich werde dies unter anderem durch einen Medikationsplan, der nach einem Krankenhausaufenthalt an den weiter behandelnden Arzt übermittelt werden kann. Auch hierfür sei die Zustimmung des Patienten Voraussetzung.

Der Kooperationsvertrag ist auf vier Jahre angelegt. Ziel der Partner ist es, die eBI als Industriestandard im Umfeld der gesetzlichen Krankenversicherung zu etablieren. Dazu sollen Dazu sollen weitere Krankenkassen als Partner gewonnen und eine Förderung durch den Innovationsfonds erreicht werden. Spätestens nach vier Jahren soll das Projekt Teil der Regelversorgung werden.