KI-Labor für das Gesundheitswesen

Am FZI Forschungszentrum Informatik eröffnet ein KI-Reallabor. (Bild: sdecoret/123rf.com)

Ein Reallabor für die Nutzung von KI in der Gesundheitsversorgung öffnet jetzt am FZI Forschungszentrum Informatik. Es soll Start-Ups und Unternehmen künftig bei der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen mit echten Gesundheitsdaten und Expertise unterstützen.

Ob intelligente Bilderkennung in der Krebsdiagnostik, Analysen und Empfehlungen von Fitnesstrackern oder selbstständig agierende Pflegeroboter. Es gibt zahlreiche Ideen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Mit dem Reallabor zum Transfer digitaler Gesundheitsanwendungen und KI ins Gesundheitswesen (ROUTINE) will das FZI Forschungszentrum Informatik einen Raum für die zukünftige Forschung bieten. Gleichzeitig sollen Unternehmen beim Transfer digitaler Gesundheitsanwendungen und KI ins Gesundheitswesen Hilfe erhalten. Dazu will das Reallabor einen sicheren Rahmen für die Erprobung von Neuentwicklungen bis hin zur Unterstützung von Zulassungsstudien bieten.

Neben der Unterstützung mit der technischen Expertise und realen Gesundheitsdaten soll das Labor dabei helfen, Transferhürden der Wissenschaft und Forschung in die Praxis zu identifizieren und zu überwinden. Damit sollen Projekte beispielsweise frühzeitig an die rechtlichen oder technischen Rahmenbedingungen angepasst werden können. 

Aktive Forschungseinblicke

Zudem will das Reallabor Einblicke in die aktive Forschung bieten. Dadurch sollen die Öffentlichkeit und das Gesundheitswesen wie zum Beispiel Krankenhäuser, Praxen oder Krankenkassen ihr Wissen über KI in der Gesundheitsversorgung zu erweitern und die Potenziale kennenlernen. „Allein die technische Entwicklung reicht nicht aus für die Lösungen von Morgen. Die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen ebenso geschaffen werden. Gemeinsam mit unseren Partnern und unserer Expertise schaffen wir somit nicht nur einen Raum für Experimente, sondern auch für den Transfer in die Gesellschaft“, so Prof. Dr. Wilhelm Stork, Direktor am FZI.

Millionenförderung für KI-Labor

Zur Errichtung eines Reallabors für Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen und Experimentierfeld für Unternehmen und Leistungserbringer fördert das Sozialministerium Baden-Württemberg ROUTINE bis Dezember 2024 mit 2,34 Millionen Euro.

An Bord sind die Konsortialpartner Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung, Diakonisches Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V., Philips GmbH Market DACH, Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg an der Universität Heidelberg, corvolution GmbH, movisens GmbH, NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen unter der Konsortialführerschaft des FZI Forschungszentrum Informatik.

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