Fördergelder für digitale Gesundheitsprojekte

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka
Bundesministerin Johanna Wanka (Foto: © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung / Steffen Kugler)

Die Richtlinie zur Fördermaßnahme „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung“ hat das Bundesforschungsministerium jetzt im Bundesanzeiger veröffentlicht. Aufgrund der hohen Resonanz können sich Interessenten nun zum zweiten Mal um Fördergelder bewerben. Bis zum 15. September 2016 müssen dafür dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragten Projektträger erste Projektskizzen vorgelegt werden. Wird die Skizze positiv bewertet, kann ein förmlicher Förderantrag gestellt werden.

Die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Innovationstreiber in der Medizintechnik. Das Fachprogramm Medizintechnik des BMBF will diese Entwicklung vorantreiben: Unter anderem will das BMBF mit der im Fachprogramm formulierten Forschungs- und Förderstrategie die digitale Gesundheitsversorgung aktiv mitgestalten. Deshalb – und weil sich in der ersten Ausschreibungsrunde sehr viele Unternehmen um eine Förderung beworben haben – geht das Ministerium mit der Fördermaßnahme „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung“ in die zweite Runde. Ziel des Forschungsministeriums ist es, die Vernetzung der Medizintechnikbranche mit IT-Unternehmen weiter zu forcieren. Gefragt sind digitale Therapien, digitale Therapieunterstützungssysteme, digitale Versorgungsketten sowie digitale Fertigungsketten.

Was wird gefördert?

Hierzu heißt es vom Bundesforschungsministerium: „Gegenstand der Förderung sind vorrangig industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben in Form von Verbundprojekten, in denen die Erarbeitung von neuen, marktfähigen medizintechnischen Lösungen angestrebt wird.“