Einschlafhilfe-App bei jungen Erwachsenen beliebt

Viele Bundesbürger leiden unter Schlafstörungen (Foto: lightfieldstudios/123rf.com)

Drei von vier Deutschen brauchen Hilfe, um abends zur Ruhe zu kommen. Vor allem junge Erwachsene nutzen auch Apps als Einschlafhilfe, zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie.

In der Corona-Pandemie haben viele Menschen Probleme einzuschlafen. Die Liste der Einschlafhilfen reicht von Fernsehen über Bettlektüre, Baldrian und Yoga bis hin zu medizinischen Schlafmitteln. Digitale Helfer wie Apps sind vor allem bei jungen Erwachsenen beliebt. Das sind die Ergebnisse der von der mhplus Krankenkasse durchgeführten Studie „Schlafen in Corona-Zeiten“, für die rund 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wurden bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

„Trotz Müdigkeit finden viele Menschen nicht in den Schlaf. Stress und Ängste sorgen bei ihnen gerade in Zeiten wie diesen für innere Unruhe“, sagt Mariana Naumann, Expertin für Gesundheitsförderung bei der mhplus Krankenkasse. Die meisten suchen dann Ablenkung vor dem Fernseher oder Entspannung durch Musik. Ein paar Seiten zu lesen, hilft jedem Vierten beim Abschalten, denn auch diese Routine am Abend trainiert schnelleres Einschlafen. „Allerdings sollte die Lektüre nicht zu aufwühlend sein“, rät Naumann.

Jeder Fünfte setzt am Abend auf Sport oder Spazierengehen an der frischen Luft. Und jeder zehnte Befragte setzt auf Yoga und Meditation, um vor dem Zubettgehen runter zu kommen. Andere vertrauen auf Hausmittel und trinken abends warme Milch mit Honig oder sie nehmen eine heiße Dusche damit das Einschlafen leichter fällt. Immerhin neun Prozent der Befragten greifen zu medizinischen Schlafmitteln und 15 Prozent setzen auf Alkohol als Schlummertrunk. „Abgesehen von den sonstigen Folgen regelmäßigen Alkoholkonsums, führt dieser häufig dazu, nachts immer wieder aufzuwachen“, so Naumann

Apps unterstützen beim Einschlafen und Wecken

 Vor allem junge Erwachsene setzen verstärkt auf digitale Helfer und führen zum Beispiel eine Schlaftagebuch-App. Sie laden zudem Einschlaf-Apps auf ihre Smartphones und lauschen im Bett Naturklängen vor dem Einschlafen. „Jeder Fünfte in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen trackt mittlerweile seinen Schlaf mit der Smartwatch oder dem Fitnessarmband und analysiert die Schlafphasen“, weiß Naumann. Auf diese Weise ermittelten diese Menschen ihre perfekte Aufwachphase, um sich dann per App entsprechend wecken zu lassen.

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